Syrian Jazira: Zwischen dem Schweigen der syrischen Regierung und den Praktiken der SDF unter US-Schutz
Von: Khalil Al‑Batran
Einleitung
Hasaka verdurstet und verhungert. Die syrische Dschazira-Region, einst als „Brotkorb Syriens“ bekannt, wird ihrer Ressourcen und ihres Landes vor den Augen der Welt beraubt. Unterdessen leidet die arabische Mehrheitsbevölkerung unter den harten, repressive Politiken der SDF-Miliz – unterstützt durch die USA. All dies geschieht angesichts des fast völligen Fehlens der syrischen Regierung, die ihre Pflicht zum Schutz und zur Rettung ihres Volkes vor systematischer Unterdrückung nicht erfüllt.
SDF und Instrumente systematischer Repression
Die SDF-Miliz verhängt eine harte Politik der Zwangsrekrutierung – insbesondere gegen junge Araber. Abweichung oder Verweigerung führen zu brutalen Konsequenzen: Hinrichtungen, Folter und erzwungenes Verschwindenlassen. Ein besonders abscheuliches Beispiel ist die kaltblütige Ermordung von Scheich Abdel‑Tayyah im Dorf Taninir bei Hasaka – durch SDF-Kräfte als Strafe für die Desertion seines Sohnes.
Die SDF richtet sich außerdem gegen jeden, der die Nationalflagge der Syrischen Arabischen Republik zeigt – ein Verbrechen. Zahlreiche junge Männer wurden deshalb festgenommen, darunter Adi Adnan Al‑Ali, der seit Dezember 2024 unter erfundenen Terrorismusvorwürfen festgehalten wird, nur weil er seine nationale Identität zeigte.
Hunderte politische Gefangene – Adi Al‑Ali ist kein Einzelfall
Adi Al‑Ali ist bei Weitem kein Sonderfall. Hunderte politische Häftlinge und Zwangsrekrutierte sind Opfer wiederholter Verstöße: Verhaftungen auf Basis gelieferter Terrorvorwürfe. Ihre einzige „Tat“ war es, Loyalität zur Heimat zu zeigen oder Zwangspolitik abzulehnen.
Ressourcenausplünderung bei gleichzeitiger Hungersnot
Die SDF stiehlt weiterhin Öl, Weizen und Wasser aus der Dschazira-Region, während die lokale Bevölkerung unter schweren Versorgungsengpässen bei Strom und Trinkwasser leidet. Infrastruktur wird demontiert und verschwindet an unbekannte Orte – oder wird über Schmuggelnetzwerke in die Kandil-Berge geschafft, dem ideologischen und militärischen Rückzugsgebiet der SDF und ihrer Alliierten.
Ethnische Säuberung und das Regime investiert in die SDF
Die SDF betreibt systematische ethnische Säuberung der indigenen arabischen Bevölkerung in der Dschazira. Arabische Familien werden gezielt identitätsbasiert verfolgt und getötet, Bewohner müssen den Auflagen der Miliz zwingen nachkommen – andernfalls drohen Verhaftung oder Vertreibung. Vorgefertigte Anschuldigungen wie „IS-Mitglied“, „FSA“, oder „türkischer Kollaborateur“ kommen zum Einsatz.
Seit dem Beginn der syrischen Revolution im April 2011 tauchten die sogenannten Kurdischen Volksverteidigungseinheiten (YPG) auf – übernahmen schnell Posten und Waffen des Regimes nach dem Rückzug der Regierung. Ehemaliger syrischer Premierminister Riyad Hijab sagte auf Nachfrage, warum das syrische Regime die Dschazira an kurdische Milizen übergab, antwortete Baschar al-Assad nachdrücklich: „Sie sind unsere Verbündeten. Wir haben viel in sie investiert. Sie ersparen uns die Notwendigkeit, die kurdische Straße zu unterdrücken. Sie werden Hilfskräfte im Kampf gegen den bewaffneten Widerstand sein.“ Diese Aussage wurde auf Video festgehalten – sowie eine Vielzahl diplomatischer Kabel, die auf koordinierte Verbindungen zwischen dem syrischen Regime und der SDF hinwiesen.
Tunnelgänge und Gebäudeschäden: Eine drohende Katastrophe
Jahrelang hat die SDF ein Netzwerk geheimer unterirdischer Tunnel unter Städten und Ortschaften der Dschazira, insbesondere in Hasaka, mit modernster Ausrüstung und ausländischer Expertise gegraben. Diese Tunnel haben erhebliche bauliche Schäden verursacht: Risse, Teilzusammenbrüche in Wohnvierteln.
Die Tunnel erstrecken sich über Dutzende Kilometer, verlaufen unter öffentlichen Einrichtungen und Gebäudefundamenten – mit enormer Gefahr für die Bewohner. Der Zweck ist nicht nur militärisch: Es geht um Waffenlagerung, Truppenbewegung und Schmuggel öffentlicher Güter ins unbekannte Zielgebiet, insbesondere Kandil-Berge.
Trotz Warnungen hört niemand zu – Anwohner leben heute über tickenden Zeitbomben, während internationale Gemeinschaft und syrische Regierung schweigen.
Kurden zeigen SDF-Flagge in Damaskus – Araber werden für ihre Flagge verhaftet
In Damaskus dürfen Kurden ungeschoren SDF-Flaggen zeigen, während Araber in der Dschazira nicht einmal ein Foto der syrischen Flagge posten dürfen – sonst droht Haft.
Dieser Gegensatz offenbart die Doppelmoral und den falschen Anspruch der SDF, sich „Syrische Demokratische Kräfte“ zu nennen. Welche Demokratie kriminalisiert das Zeigen der eigenen Nationalflagge? Welche nationalen Kräfte verhaften Bürger für patriotischen Ausdruck?
Was in der Dschazira passiert, ist weder demokratisch noch patriotisch – es ist eine interne Besatzung unter falschen Slogans, die die Mehrheit zum Schweigen bringt und die Identität von Land und Leuten auslöscht.
Stilles Regime und nationale Verantwortung
Trotz wiederholter Bitten der Bevölkerung bleibt die syrische Regierung untätig oder teilnahmslos – riskiert damit den dauerhaften Verlust von drei Provinzen und bedroht die Einheit und Zukunft des Landes.
Aufruf zum Handeln: Freilassung der Gefangenen erzwingen
Diese düstere Realität erfordert entschlossenes Handeln seitens syrischer Regierung, Menschenrechtsorganisationen und arabischer Medien. Es muss Druck auf die SDF ausgeübt werden, politische Gefangene sofort freizulassen und Unterdrückung, Hunger und ethnische Säuberungen zu beenden – allesamt Gefahren für das soziale und nationale Gefüge der Dschazira.
Dokumente und Zeugnisse: Fortdauernde SDF-Verstöße gegen die Bewohner der Dschazira
Diese Bericht basiert auf glaubwürdigen Dokumentationen internationaler und regionaler Menschenrechtsorganisationen:
Massaker in Hajiyah, Tal Khalil und Al‑Mutayneh (Qamischli‑Umgebung, 13. Sept 2014): Mindestens 35 arabische Zivilisten, darunter Frauen und Kinder, wurden von YPG‑Kräften exekutiert. (Al Jazeera Net, 14. Sept 2014)
Zwangsrekrutierung und Identitätsbasierte Verhaftungen: Araber zum Militär gezwungen, bei Widerstand Festnahme; Familien als Druckmittel genutzt. (Syrian Network for Human Rights, 2022)
Willkürliche Verhaftung von Adi Adnan Al‑Ali (Hasaka, Dez 2024): Festgenommen wegen Flaggenzeigen, falsche Terroranschuldigung. (Zaman Al‑Wasl, 2025)
Zerstörung und Vertreibung von Dörfern: Systematische Zerstörungen und Deportationen – mögliche Kriegsverbrechen. (Amnesty International, 2015)
Tunnel und Risse in Wohngebäuden: Militärische Tunnel unter besiedelten Gebieten gefährden Leben. (Syria TV, 2024)
Repression gegen das „Syrian Network for Human Rights“: gezielte Kampagne gegen Aufdeckungen der SDF. (Sham News Network, 2025)
Zivilist*innen‑Todesopfer (Ost-Aleppo, Nov 2024–Jan 2025): 65 zivile Opfer, darunter Kinder, durch SDF‑Scharfschützen getötet. (Syrian Network for Human Rights, 2025)
Festnahme von Lehrerinnen in Deir‑ez‑Zor (Nov 2024): Fünf Lehrerinnen ohne Anklage inhaftiert. (Syrian Committee for Human Rights, 2024)
Unmenschliche Haftbedingungen in SDF‑Lagern: Berichte über Folter und Todesfälle in Lagern Nordostsyrien. (Amnesty International, 2024)
Fazit
Hasaka braucht keine leeren Worte – sie braucht echte Rettung. Werden die aktuellen Politiken fortgesetzt, wird die syrische Dschazira für immer verloren sein und nur ein dunkles Kapitel in der Geschichte des Landes bleiben.
Sag gern Bescheid, falls du am Feinschliff ändern möchtest – etwa Ton, Länge oder bestimmte Formulierungen.






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